Das Leben mit einem Welpen
Dienstag 09 Dez 2025 · 5:15
Jetzt, wo unsere Welpen vier Wochen alt sind und die ersten Besuchstermine vor der Türe stehen, werde ich (wie immer) ein bisschen nachdenklich.
Mein größter Wunsch ist es, dass die zukünftigen Welpeneltern und das kleine Fellbündel gut matchen. Das heißt, dass sie im weiteren Zusammenleben Dreamteams werden.
Ich beobachte die Welpen und versuche sie bestmöglich charakterlich einzuschätzen.
Wir geben unser Bestes, um die Welpen auf das Leben gut vorzubereiten und sie mit Reizen zu fördern, ohne sie zu überfordern.
Jeder Welpe darf sich in seinem eigenen Tempo entwickeln.

Mit Emilie habe ich eine junge Hündin an meiner Seite und ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass das Leben mit einem Welpen und Junghund nicht immer nur schön und stressfrei ist.
Unser Zusammenleben hat mich hier oder da von Wolke Sieben auf den Boden der Tatsachen fallen lassen.
Emilie ist ja nicht unser erster Welpe, aber ich habe wieder einmal gemerkt, wie wichtig eine professionelle Begleitung in der Welpen- und Junghundezeit ist.
Der Blick meiner Hundetrainerin auf mich, ist von unschätzbarem Wert. Die ,,Arbeit" in der Gruppe und vor allem die Qualitätszeit ist unbezahlbar.
Es hat unsere Beziehung und Bindung noch einmal gestärkt.

Ich habe noch einmal deutlich vor Augen geführt bekommen, welche Rolle der Mensch im Leben des Welpen/ Hundes spielt.
Und eigentlich sollte eine Hundeschule, Schule für den Menschen mit Hund heißen.
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Und eigentlich sollte eine Hundeschule, Schule für den Menschen mit Hund heißen.
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Was mich sehr beschäftigt....
Vor drei Wochen ist ein Frauchen mit ihrem Junghund aus unserer gemeinsamen Junghundegruppe ausgeschieden, da der Hund in andere Hände gegeben wurde. Emilie und der Jungspundrüde sind gleichaltrig und wir kennen uns seit dem Welpenkurs.
Der Junghund, ein wunderbarer Lagotto-Rüde mit einem, für seine Rasse typischen Energieniveau, hat altersgemäß versucht seine Grenzen zu testen.
Unsere Hundetrainerin hat viel Unterstützung und Feedback gegeben, aber es hat nicht zur Entspannung der Situation beitragen können.
Alle Junghunde in der Gruppe haben dem Alter geschuldet ein bisschen Knete im Kopf. Sie sind halt jung, mit dem Heranwachsen beschäftigt, haben einen Außenfokus und sind zu Zeit alle besonders reizempfänglich.
Für Emilie und mich bedeutet es jetzt halt weiterhin unsere Bindung und Beziehung zu intensivieren. Ich habe Sorge dafür zu tragen und es ist ganz klar meine Aufgabe, dass sie in meinem Energiefeld bleibt. Ich muss ihr die nötige Sicherheit geben und sie vor allem nicht überfordern.
Was ich dabei aber nicht vergesse ist, mit meinem Pubertier gemeinsam Spaß zu haben!
Wir sind beide keine Maschinen und wir müssen und können nicht jeden Tag zu 100 % funktionieren.
Wenn sie eine Situation oder einen Menschen heute mal komisch findet, dann ist das. Morgen ist es bestimmt wieder anders.
Der Junghund, ein wunderbarer Lagotto-Rüde mit einem, für seine Rasse typischen Energieniveau, hat altersgemäß versucht seine Grenzen zu testen.
Unsere Hundetrainerin hat viel Unterstützung und Feedback gegeben, aber es hat nicht zur Entspannung der Situation beitragen können.
Alle Junghunde in der Gruppe haben dem Alter geschuldet ein bisschen Knete im Kopf. Sie sind halt jung, mit dem Heranwachsen beschäftigt, haben einen Außenfokus und sind zu Zeit alle besonders reizempfänglich.
Für Emilie und mich bedeutet es jetzt halt weiterhin unsere Bindung und Beziehung zu intensivieren. Ich habe Sorge dafür zu tragen und es ist ganz klar meine Aufgabe, dass sie in meinem Energiefeld bleibt. Ich muss ihr die nötige Sicherheit geben und sie vor allem nicht überfordern.
Was ich dabei aber nicht vergesse ist, mit meinem Pubertier gemeinsam Spaß zu haben!
Wir sind beide keine Maschinen und wir müssen und können nicht jeden Tag zu 100 % funktionieren.
Wenn sie eine Situation oder einen Menschen heute mal komisch findet, dann ist das. Morgen ist es bestimmt wieder anders.
Ich möchte noch einmal zurück kommen, dass die Familie von -ich nenne ihn jetzt mal Paulchen- sich von ihrem Hunde getrennt hat. (Was vielleicht für den Hund auf lange Sicht ein Gewinn sein kann.)
Ich würde mir nicht anmaßen zu beurteilen, warum man diesen Weg gewählt hat, aber es hat mich sehr nachdenklich und gleichzeitig traurig gemacht.
Ich würde mir nicht anmaßen zu beurteilen, warum man diesen Weg gewählt hat, aber es hat mich sehr nachdenklich und gleichzeitig traurig gemacht.
Und es wirft die Frage auf, warum ist es soweit gekommen?

Ich bekomme immer wieder Nachrichten mit der Anfrage nach Welpen, die eine bestimmte Eigenschaften mitbringen und/oder einem bestimmten Aussehen entsprechen sollen.
Es sollte jedem Menschen klar sein, dass Welpen nicht zusammengebaut werden. Wir Züchter nehmen weder die charakterlichen Eigenschaften und auch nicht die Optik aus einem Regal und bauen die Welpen zusammen. Wir versuchen nach bestem Wissen und Gewissen die optimalen Partner für unsere Hündinnen zu finden.
Und wir sind Mutter Natur dankbar, wenn kleine Racker gesund und munter auf die Welt kommen.

Und da bin ich wieder an dem Punkt, den ich mal ansprechen möchte.
Häufig ist der Wunsch nach einer bestimmten charakterlichen Eigenschaft besonders groß , es soll z.B. ein ruhiger, sehr ausgeglichener Welpen sein. Ein Welpe, der sich der Familien- und Arbeitssituation leicht und schnell anpasst und alles entspannt mitmacht.
Ein Welpe ist aber eigentlich ein kleiner Neandertaler, der anfänglich nichts kann, außer niedlich zu schauen.
Stubenreinheit will gelernt werden (die verlässliche Blasenkontrolle beginnt übrigens erst mit vier Monaten).
Das neue Heim und die veränderte Lebenssituation bringt einen anfänglichen Stress mit. Die Einen finden sich schneller ein, die Anderen brauchen länger.

Eine junge Seele muss die Welt entdecken und das ist manchmal mit Vollgas, vor allem gerne im Garten.
Alles wird oral erkundet und ja, das ist für uns Besitzer anstrengend.
Ruhe halten muss ebenfalls gelernt werden. Dafür, wie auch für alles andere braucht er/sie seinen Menschen.
Wenn Frauchen oder Herrchen es aber nicht schaffen, z.B. einen Ruckzugsort (z.B. eine Box) für den Welpen positiv zu belegen, wie soll das kleine Wesen es denn lernen diesen Ort der Entspannung zu verknüpfen?
Häufig ist der Wunsch nach einer bestimmten charakterlichen Eigenschaft besonders groß , es soll z.B. ein ruhiger, sehr ausgeglichener Welpen sein. Ein Welpe, der sich der Familien- und Arbeitssituation leicht und schnell anpasst und alles entspannt mitmacht.
Ein Welpe ist aber eigentlich ein kleiner Neandertaler, der anfänglich nichts kann, außer niedlich zu schauen.
Stubenreinheit will gelernt werden (die verlässliche Blasenkontrolle beginnt übrigens erst mit vier Monaten).
Das neue Heim und die veränderte Lebenssituation bringt einen anfänglichen Stress mit. Die Einen finden sich schneller ein, die Anderen brauchen länger.

Eine junge Seele muss die Welt entdecken und das ist manchmal mit Vollgas, vor allem gerne im Garten.
Alles wird oral erkundet und ja, das ist für uns Besitzer anstrengend.
Ruhe halten muss ebenfalls gelernt werden. Dafür, wie auch für alles andere braucht er/sie seinen Menschen.
Wenn Frauchen oder Herrchen es aber nicht schaffen, z.B. einen Ruckzugsort (z.B. eine Box) für den Welpen positiv zu belegen, wie soll das kleine Wesen es denn lernen diesen Ort der Entspannung zu verknüpfen?
Hunde brauchen Orientierung und Struktur. Denn das schafft Sicherheit.
Eine Reizüberflutung sorgt nicht für eine gute Sozialisierung, sondern für das berühmte Phänomen: ,, Nach müde, kommt blöd!"
Und nicht viel hilft viel.
Wenn ich als Mensch körpersprachlich ein anderes Signal sende, als ich kommuniziere, wie soll der Vierbeiner denn dann wissen, was ich von ihm möchte. Wie soll er mich denn bei diesen Widersprüchen verstehen?
Grundsätzlich sollte sich doch jeder Hundehalter fragen, was er von seinem Vierbeiner erwartet und was er bereit ist dafür selber zu leisten.
Unsere Seelenfreunde haben es verdient als wertvolle Wesen wahrgenommen zu werden, ihre Bedürfnisse müssen unbedingt beachtet werden.
Aber bei aller Liebe und Zuneigung zu diesen Vierbeinern, haben sie es auch verdient, sie nicht zu vermenschlichen.
Eine falsche Erwartungshaltung erzeugt nur Druck, führt zu einer Enttäuschung und auf Dauer zu Frustration. Ein nicht mehr Verstehen und Vertrauensverlust auf beiden Seiten ist die Folge.
Unsere Seelenfreunde haben es verdient als wertvolle Wesen wahrgenommen zu werden, ihre Bedürfnisse müssen unbedingt beachtet werden.
Aber bei aller Liebe und Zuneigung zu diesen Vierbeinern, haben sie es auch verdient, sie nicht zu vermenschlichen.
Eine falsche Erwartungshaltung erzeugt nur Druck, führt zu einer Enttäuschung und auf Dauer zu Frustration. Ein nicht mehr Verstehen und Vertrauensverlust auf beiden Seiten ist die Folge.
In diesem Sinne sollten wir uns alle bemühen das Leben miteinander nicht zu einem Projekt zu machen, sondern mit realistischen Wünschen und viel liebevoller Konsequenz das gemeinsame Leben zu genießen.
Frei nach dem Spruch meines Vaters zu meiner Mutter, wenn Djara mal wieder hündischen Blödsinn gemacht hat:
,,Ach Angelika, lass den Hund doch mal Hund sein."

,,Ach Angelika, lass den Hund doch mal Hund sein."

