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Dreampudel Filou

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Nachrichten von Filou


Liebe Gabi,

es wird ja in der Tat Zeit, dass wir uns mal melden - mittlerweile lebt Filou fast schon so lange bei uns wie bei Dir!
Filou  hat sich prima eingelebt, hatte uns im Grunde von Anbeginn den Eindruck  vermittelt, keine Schwierigkeiten zu haben, sich in der neuen Umgebung  wohl zu fühlen. Schön ist auch, dass er auch das Herz der großen Söhne  gewonnen hat und so wirklich ein integraler Teil der ganze Familie  geworden ist - der vierte Sohn eben.
Er ist im Grunde ein wunderbar  ruhiger Hund, geht auf jeden Menschen gerne zu und wagt sich, nach  anfänglicher Unsicherheit, mittlerweile auch an jeden Hund gerne heran -  nach anfänglichem Einschätzen, wie sein Gegenüber ihm wohl begegnet.  Mit Hilfe von Filou haben wir bereits viele neue Bekanntschaften  geschlossen. Dabei fällt immer wieder auf, dass es den Leuten  schwerfällt, ihn als Pudel zu erkennen - und wir erläutern dann gerne,  welche Philosophie hinter seinem Aussehen, seiner Farbe und seiner Größe  stecken.
Dabei ist es natürlich wertvoll, dass sein gewinnendes  Wesen ihn auch gleich zum Favoriten in der hundelosen Nachbarschaft  gemacht hat.
Inzwischen hat sich Filou das gesamte Erdgeschoss  erobert, auch die Treppe ins Obergeschoss ist er schon hochgestiegen,  macht das jedoch noch nicht selbstverständlich. Den Weg durch den  Wintergarten in den Garten sucht er sich auch schon alleine und lässt  zum Glück bislang auch noch die Pflanzen stehen - wieder überhaupt  bislang ein artiger Charakter ist: Kein Verschleppen von Sachen, kein  Schuhe kauen, aber dafür liegen ja auch im Wohnzimmer verstreut viele  Spielsachen.
Es ist enorm, wie er über die Wochen in die Höhe  geschossen ist - da konnte man bei ein paar Tagen Abwesenheit immer ganz  deutlich sehen, dass er wieder einen Schub getan hatte. Jetzt, nach 15  Wochen, ist Filou bereits bei einer Schulterhöhe von 45 Zentimetern  angekommen - nicht mehr lange und er hat seine Mutter eingeholt und  möglicherweise überholt.
Ist er ein Filou? Ja natürlich, denn bei der  aufregenden Welpenschule zum Beispiel hat er es schon verstanden, sich  aus dem Geschirr herauszuwinden, um einfach mehr Spass und Freiheit zu  haben. Mit großem Hundeblick gibt er immer zu verstehen, dass er  eigentlich nie satt ist und er drängt sich gerne auf, weil er auch nie  genug gestreichelt wird... Aber er ist vor allem auch ein ganz feiner  ruhiger und treuer Gefährte und dafür lieben wir ihn. Und bei dieser  Gelegenheit danken wir Dir schon mal wieder, dass Du dies so mit auf den  Weg gegeben hast.
Wir sind gespannt, wie er sich weiter entwickelt!
Herzliche Grüße, aus Schorndorf



Filou nach der Ankunft.


        
“Filou tobt liebend  gerne durch die Wiesen in der Nähe unseres Hauses - und da ist es  manchmal schon ein Suchspiel, ihn zwischen den Gräsern zu entdecken.”

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Jetzt haben wir auch erlebt, was ein "begossener Pudel" ist:
Filou  musste mal nach vier Wochen gebadet werden und hat das zu unserer  Überraschung sogar regelrecht genossen.”






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Filou und seine Familie schicken Grüße von der Insel Rügen

Liebe Gabi,
herzlichen Dank für Deine  lieben Weihnachtsgrüße und die guten Wünsche für das neue Jahr, die wir  gerne erwidern! Wir hoffen, dass ihr frohgemut ins neue Jahr gestartet  seid.
Nachfolgend das Neueste von Filou:
Na,  da hast Du uns ja ein Prachtexemplar ins Nest gesetzt! Wo soll das noch  hinführen? Eines steht schon mal fest: Ein Mittelpudel-Zuchthund wird  er nicht mehr. Hier erst einmal die Fakten: Der Größte und Schwerste  Deines F-Wurfs bleibt seinem Anspruch wohl treu: Jetzt ist er mit 22  Wochen bei einer Schulterhöhe von 52cm angelangt und bringt 13 Kilo auf  die Waage - ein stolzer großer Junge. Wir fragen uns schon, ob wir das  Welpenfutter wohl durch weniger energetisches ersetzen sollten, um hier  einzubremsen. Seine Tagesration in Gramm ist bereits an der Untergrenze -  und trotzdem strotzt er vor Energie.
Ich  nehme auch weiterhin gerne die Komplimente anderer Hundekenner für Filou  entgegen: Vor Weihnachten waren wir bei der Groomerin. Meine  Frisurvorstellungen habe ich nach einer Viertelstunde begraben, weil wir  genug beschäftigt waren, ihn im Zaum zu halten und überhaupt etwas  Wolle runterzubekommen. Zum Schluss hin lief es dann aber so gut, dass  ich weiter schneiden ließ - mit dem Ergebnis, dass Silvia entsetzt war,  was für ein dünnes Kerlchen ich ihr da wieder nach Hause brachte. In  jedem Falle war Sabine, die Groomerin, begeistert von seinen starken  Vorderläufen, die sich wohl sehr positiv von den dünnen Stangen anderer  Pudel unterscheiden. Prompt das gleiche Kompliment bekam ich von einem  Punkerpärchen letzte Woche im Urlaub, einschließlich Würdigung seiner  großen kräftigen Pfoten. Genau die wusste auch ein Jägersmann vor ein  paar Wochen anzuerkennen und meinte, dass er mit seiner Hundeerfahrung  von den jetzigen Pfotengrößen auf noch weiteres erhebliches Wachstum  schließen würde.
Es ist ja ohnehin erstaunlich,  wen man als Hundebesitzer alles kennenlernt: Paula, Bobby, Oskar usw. -  nur die Namen der Herrchen und Frauchen kenne ich noch in keinem  Fall... Filous Mut wurde gestern gewürdigt, bis es Oskar, dem alten  Großpudel, mit der Rumtanzerei dann doch zu bunt wurde und Filou mit  eingeklemmtem Schwanz das Weite suchte. Kurz darauf war der Schwanz aber  schon wieder stolz erhoben.
Zur Zeit fallen  ihm die Zähne aus, um neuen Platz zu machen, wir finden sie nach einem  Kauen oder Zerren dann manchmal auf dem Boden. Damit geht wohl einher,  dass er jetzt in die Flegelmonate kommt, nachdem er bisher erstaunlich  gefügig war: Er bellt jetzt häufiger mal so heraus, hört auch gerne mal  nicht hin und jagt neuerdings auch den Vögeln gerne nach. Ab dieser  Woche darf er in die Früherziehung und unter Silvias strenges Benimm,  das wird ihm gut tun.
Übrigens waren wir  Silvester zuhause und gespannt, wie er sich verhalten würde. Die  Hundebekanntschaft hatte uns teilweise Fürchterliches erzählt, was da zu  erwarten wäre. In der Straße unter uns gibt die Nachbarschaft immer  ordentlich Geld für unser Privatfeuerwerk aus, da konnten wir uns auf  etwas gefasst machen. Aber als wir am Fenster im Obergeschoss standen,  um auf die andere Straße und die Stadt hinab zu schauen (was angesichts  des Nebels ohnehin nur ein netter Versuch war), da blieb er völlig  ruhig. Nach Mitternacht sind wir dann noch gemeinsam vor die Tür  gegangen, doch auch bei den verbleibenden einzelnen Krachern war er eine  coole Socke. So lass ich mir das gefallen, diesen Test hat er also  charakterstark bestanden.
Da wir in  Süddeutschland zu diesem Jahreswechsel volle drei Wochen Ferien und  Urlaub geniessen konnten, habe ich recht spontan für die letzte Woche  ein Ferienhaus auf Rügen gebucht. Erst danach wurde mir bewusst, dass  das von unserer Ecke glatte 1000 km dorthin sind, nahm es dann aber als  Test für Filou, wenn wir in den Faschingsferien im Februar nach  Frankreich zum Skifahren reisen wollen - was vom Zeitbedarf ähnlich ist.  Filou hat die Fahrten jedenfalls mit viel Geduld mitgemacht - und als  er sich nach der halben Rückfahrt richtig mit allen Vieren ausstreckte  und völlig entspannte, da hatten wir ihn wohl endgültig fürs Autofahren  gewonnen.
Anbei noch ein paar Bilder von Filou auf Rügen.
Die eisigen Temperaturen konnten ihm nichts anhaben.
Mit Julian hat er sich auch mal tief in ein Buch vertieft, sofern die beiden nicht das kühle Eis erkundet haben.
Vom frischen Schnee konnte er gar nicht genug bekommen.























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Wir haben Post von Filou und seinen Lieben bekommen.
Die guten Luft im Süden des Landes bekommt ihm so gut, dass er mächtig in die Höhe gewachsen ist.


Hallo Gabi,

wir  hoffen, Ihr hattet schöne und erholsame Ostertage. Hier im Süden hat  sich die Sonne nur an zwei der vier Tage blicken lassen, dann hatten wir  kurz mal herrlich blauen Himmel, aber es blieb trotzdem recht  kühl.Jetzt erst brechen die Forsythien durch und die ersten Narzissen  gedeihen.

So, jetzt kommt  ein Ratespiel: Wie groß ist Filou mittlerweile? Halt, nicht spicken,  erst raten! Als wir Dir vor zweieinhalb Monaten das letzte Mal  schrieben, war er bei 53 cm, hatte also seine Eltern gut hinter sich  gelassen und war in der Liga von Dexter, wie Du sagtest, angekommen. Na,  mittlerweile ist er in der Liga der Großpudel eingetroffen: Wenn er mal  stille halte würde und nicht so neugierig nach dem Maßband schnuppert,  könnten wir es wohl sehr genau sagen, so aber sind es rasch gemessene  neunundfünfzig Zentimeter. Also kannste Nyma sagen: Da hat sie nun  wirklich ein Prachtexemplar in die Welt gesetzt. Wir haben uns neulich  wieder mal die Augen gerieben: War gar nicht so lange her, dass er mit  der Schnauze zur Kante des Coffeetables hinaufschnupperte - und jetzt  schaut er auf den Coffeetable hinab und interessiert sich immer sehr  dafür, was die Familie da so an Essenssachen liegen hat. Vor ein paar  Tagen hat er einen lockeren anderthalb Meter Sprung über den Coffeetable  hinweg und am Weizenbiergals vorbei zum Sofa gemacht - Wahnsinn!
Gewogen  habe ich ihn heute auch: 18kg sind es aktuell - und das bei sehr  schlanker Statur! Du wirst es besser als wir einordnen können.
Nach  der ersten langen Reise im Januar nach Rügen sind wir im Februar in die  entgegengesetzte Richtung gefahren: 900km zum Skifahren nach Courchevel  in die Savoyen. Im großen Van lag Filou zu unseren Füßen und hat auch  diese lange Tour ohne Murren mitgemacht. Da wir zu Fünft waren, konnte  immer einer gut bei Filou bleiben und mit ihm Spaziergänge durch den  Wald des nahen Nationalparks machen. Dabei ist er mit einer Riesenlust  durch den tiefen Schnee getobt - wir hatten an sieben Tagen rund 60cm  Schneefall - es schneite fast täglich. Nach jedem Spaziergang wurde er  direkt in die Badewanne befördert, um mit warmen Wasser die ganzen  Schneeklumpen aus seinem Fell zu lösen. Bilder vom Urlaub anbei.
                                                   

Mitte  März hat Silvia mit Filou ihre erste Hundeführerprüfung erfolgreich  bestanden: Die der Früherziehung, mit allem Drum & Dran: Praktische  und schriftliche Prüfung und Zertifikat - da war sie mächtig stolz und  ich mit ihr.

Letztes  Wochenende haben Silvia und ich beschlossen, dass wir mal wieder  gemeinsam einen Spaziergang mit Filou machen müssen, damit wir  abgleichen können, wie wir mit dem Hund umgehen - und das war ganz gut  so, denn da haben sich schon ein paar Unterschiedlichkeiten in den  Befehlen eingeschlichen und wir haben uns gegenseitig zeigen können, was  wir für "Such"-Übungen mit dem Hund machen oder wie wir das Gehorsam  üben. Filou hatte sich nichts anmerken lassen bei diesen  Widersprüchlichkeiten, aber er ist ja auch ein schlauer Junge - genau,  wahrscheinlich haben ihn diese unterschiedlichen Befehle erst gebührend  gefordert... Das Bild mit Silvia und Filou ist bei diesem Spaziergang  entstanden.
Eine witzige  Erfahrung beim Glassigehen ist immer öfter, dass einem ja schon von  weitem von anderen Gastgehern fragend zugerufen wird, ob er Rüde oder  Hündin ist. Wenn ich "Rüde" antworte, sind die Gegenüber in der Regel  beruhigt, auch wenn sich dann lustigerweise rausstellt, dass ihres eine  Hündin ist. Da ist unsere gängige Erfahrung: Hündinnen, insbesondere die  älteren Damen, scheinen recht reizbar und zickig zu sein, wenn sie auf  ihresgleichen treffen, da ist so ein junger Mann für Frauchen oder  Herrchen offensichtlich die angenehmere Begegnung.
Also war  es doch eine schöne Fügung, dass wir entgegen dem ursprünglichen  Ansinnen einen Deiner Rüden bekommen haben. Neulich rief mir einer, der  so einen riesigen hässlichen Kampfhund eng an der Leine halten musste,  ebenfalls von weitem zu, ob Filou eine Rüde sei. "Ja", antwortete ich,  "wieso?". Und der andere antwortete: "Na, wusst ich's doch. Schauen Sie  doch mal, wie stolz er dasteht - das kann nur ein Rüde sein!" Na, da war  ich aber mächtig stolz!...

Während  ich dies schreibe, liegt Filou ausgestreckt zu meinen Füßen: Wir waren  vorhin eine Stunde draußen und es gab dermaßen viel zu erschnüffeln,  dass er jetzt fix und fertig ist. Und wenn dieser prächtige Kerl dann  nicht seine Ruhe haben will, sondern sich treu in meine Nähe legt, dann  macht mich das mal wieder sehr zufrieden. Feiner Hund!

Herzlicher Gruß, Christoph mit Silvia und den vier Jungs.






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Der " kleine " Filou zum Einjährigen.
Er läßt keinen Zweifel aufkommen - er hat sich in der Welpenzeit viel von Gorden abgeschaut und beschlossen ein König zu werden.



Post von Filous Familie:
Liebe Gabi,

wir sind drauf und  dran in den Urlaub zu fahren, am Tag der Reise ist Filous erster  Geburtstag - wir werden es wohl nachfeiern in Südtirol, wo wir einen  Bauernhof gefunden haben, der auch ihn willkommen heißt. Wir freuen uns  schon sehr und ich bin gespannt, wie er und der Hundesenior des Hofes  zurechtkommen. Oder auch wie es uns beim Wandern und Bergsteigen mit ihm  ergeht.

Was kann Dein Racker Neues berichten zu seinem Geburtstag?

Vor  gut zwei Wochen hat er sein Herrchen die Grundausbildung erfolgreich  bestehen lassen und bis auf "Platz" klappt eigentlich alles ganz prima -  inklusive Kunststück: Er dreht sich auf Zeichen hin gerne im Kreis -  nix besonderes, ich weiß, wir arbeiten an mehr. Natürlich hat Julian ihm  längst beigebracht, rechts und links Pfote zu geben.
Als nächstes  werden wir nach Ende der Sommerferien in der gleichen netten Hunde- und  Herrchen-/ Frauchen-Gruppe mit "Fun & Work" weitermachen und darin  diverse Dinge ausprobieren: Nasenarbeit/ Fährte/ Trailing, Dummy,  Agility etc.. Bin gespannt, was ihm am meisten liegt und Spaß macht,  würde aber hoffen, dass der Mix und die Abwechslung den eigentlichen  Mehrwert bringt.
Übrigens nennen sie ihn in der Hundegruppe noch ab  und zu "Filou", aber viel lieber "Flummy", weil das so passend ist:  Keiner springt so verspielt und wild herum wie er - d.h. wenn er sich  nicht gerade von allen beschmusen lässt, während die anderen Hunde  miteinander herumtoben. Da hat er sichtbar, obwohl auch er gerne  herumtobt, die größte Menschennähe von allen Hunden der Gruppe - kein  Wunder, zuhause sind fünf Leut um ihn rum, die ihn alle Klasse finden.
Übrigens  steht Dein Großer mittlerweile bei stolzen 62 cm Schulterhöhe. Gewogen  habe ich ihn auch mit viel Mühe und satte 21,5 Kilo gemessen, wobei er  ja sehr schlank daherkommt.
Er war immer der Kleine neben dem Golden  Retriever unserer Freunde, jetzt stehen beide Rüden gleich groß  nebeneinander, nur dass Filou den Kopf noch höher und stolzer trägt.  Neulich sind wir mal wieder dem Großpudel mit Frauchen aus der weiteren  Nachbarschaft begegnet, auch hier: Der immer sehr kurz geschorene  Großpudel schien mir dieses Mal sogar kleiner zu sein als er.
Unseren  nachsichtigen Nachbarn muss ich sehr dankbar sein: Filous  Lieblingsplatz hinterm Haus ist auf unserem Gartenweg, von dem aus es  leicht abschüssig zum Scherenzaun der Nachbarn geht. Dort sitzt er dann  und schaut zu ihnen und ihrer Katze herüber und beobachtet alles  aufmerksam. Und wenn sie ihm zureden, dann bekommt er Hummeln untern  Hintern, fiept und will am liebsten drüben sein - wahrscheinlich hin und  her gerissen zwischen Schmuseeinheiten bekommen und Katze jagen.
Vor  einiger Zeit waren die kleinen Enkel der Nachbarn da, da wollte er dann  wirklich mitspielen und hat einfach einen anderthalb Meter weiten hohen  Satz vom kleinen Gefälle über den Zaun zum Nachbarn gemacht! Die hatten  das Gottseidank gut im Griff und Silvia ist gleich rüber, um ihn  zurückzuholen. Ich habe dann später einen Maschendraht am Hang  aufgestellt, der ihm den Weg versperrt.
Neulich waren die Enkel  wieder da und was macht Filou: Er macht an anderer, ebener Stelle tiefer  im Garten einen Satz über diesen rund einen Meter hohen Scherenzaun -  Wahnsinn! Ich muss also auch dort noch Maschendraht aufstellen - zum  Glück nicht allzuviel, denn der Rest des Zauns ist mit Büschen  verstellt.

Sind Pudel nicht eigentlich Wasserhunde? Also der Herr  hier ist es nicht. Er springt sofort in jeden Wassergraben oder in  jeden Bach, aber der Bauch wird dabei niemals nass, selbst wenn die  anderen Hunde um ihn rum alle leidenschaftlich planschen. Liegt das in  der Familie? Ich meine, ich bin ja nicht böse drum, denn wenn er sich  mit diesem Fell denn schütteln würde, wäre ich auch gleich nass...



Das  soll es für heute sein mit Geschichten vom Großen - der liegt neben  mir, schwarzer Hund auf rotem Sofa, die Schnauze auf die Armlehne  platziert, als wenn das alles ihm gehören würde - und lässt Dich  herzlich grüßen.

Deine Pudelglücklichen

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Liebe Gabi,
hier ein neuer Bericht und neue Bilder von uns aus dem Süden:

Vor  genau einem Jahr haben wir Filou zu uns holen dürfen und heute können  wir uns kaum noch vorstellen, wie es ohne ihn war. Wir bekommen  weiterhin so viele Komplimente und Bewunderungen für ihn und nur sehr  selten machen Leute einen extra großen Bogen um ihn, weil sie den großen  schwarzen Hund mit den schwarzen Augen fürchten. Als einziges Manko  muss ich hier ins Feld führen: Der Kerl ist weiterhin so voll unbändiger  Energie und vor allem so verspielt, dass man ihn sehr im Zaum halten  muss, damit er die Gäste, Freunde und Begegnungen nicht über den Haufen  rennt vor lauter Freude. Wenn ich meine Schuhe anziehe, interpretiert er  es gleich als Bereitmachen zum Gassigehen und vollführt voller  Vorfreude ein Tänzchen im Flur, wobei er auch mal mit allen Vieren  mindestens einen halben Meter in der Luft ist - muss ich mal filmen...  Also unverändert ein Riesen-Spielkalb.

Der  letzte Urlaub im August in Südtirol entpuppte sich als Volltreffer: Der  Hofhund des Bauernhofs und Spielgefährte für Filou war eine zweijährige  Hundedame, eine hübsche Bernhardiner-Berner Sennenhund-Mischung - schon  eine stolze Erscheinung, aber mit Verlaub zu Filou dies auch nur  relativ. Nach anfänglichem Abtasten und Revierabstecken haben die beiden  wild über die Weiden getobt - angeleint war Filou um den Hof herum nie  und doch blieben beide immer in Sichtweite des Hauses und nur ein paar  verirrte Wanderer wurden vielleicht mal von ihm "belästigt". Die  Hundedame war kastriert und ließ es schlussendlich recht souverän über  sich ergehen, wenn Filou auch mal seine jungen Triebe austesten wollte.
         
Ansonsten  waren die beiden die typischen Repräsentanten ganz gegensätzlicher  Welten: Hier die ruhige, etwas behäbige Landdame, die sich gerne in der  Sonne ausstreckte oder in einer einzigartigen Yogastreckung auf den  Rücken legte und ansonsten gemütlich über den Hof spazierte (wenn Filou  sie nicht zum Laufen brachte), dort der hyperaktive Stadtjunge, der  höchstens mal fünf Minuten stille im Schatten liegen konnte und  ansonsten bei jedem Geräusch einmal ans andere Ende des Hofs jagte und  wieder zurück und seine Land-Lady permanent zum Spielen aufforderte.
Bei  den Wanderungen und Bergtouren hat er einen regelrecht den Berg  hinaufziehen wollen und es brauchte eine kurze Leinenführung, um ihn  nicht zu doll ackern oder die Nasenarbeit nach rechts und links nicht zu  sehr ausweiten zu lassen. In jedem Fall hatten wir nie den Eindruck,  dass ihn mehrstündige Touren überfordern würden. Nur am enormen  Wasserkonsum konnte man die Anstrengung sehen - kein Wunder bei  schwarzer Lockenpracht und hochsommerlichen Temperaturen.

All  das hatte den schönen Nebeneffekt, dass wir ihn auch mal in der  Ferienwohnung zurücklassen konnten, wenn wir abends zum Essen oder tags  zu einer kurzen Museumstour wollten. Er hat sich dann gerne flachgelegt  und gepennt.
Highlight des tollen Urlaubs war, was wir nicht  bedacht hatten, weil die Erfahrung neu war: Der Bauer hatte Gülle auf  die Felder gefahren und sie gleichzeitig beregnet - und Filou nutzte  diese feine Gelegenheit, um sich ausführlich rundum in dem herrlichen  Nass zu wälzen. Ich habe ihn dann hoch in die Ferienwohnung geschleppt,  bin mit ihm unter die Dusche - und musste eine Viertelstunde und halbe  Shampooflasche später feststellen, dass er immer noch nicht wirklich  sehr viel besser roch. Die nächsten paar Tage begleitete uns trotz  Nachwäsche also weiterhin eine dicke Portion Landluft...
Jetzt,  nach 14 Monaten, scheint sich sein Wachstumsdrang schließlich  abzuschwächen, er wird kräftiger in der Statur. Die Nachbarn fragen  immer, ob er jetzt ausgewachsen sei - und ich sage dann: Ich weiß es  nicht, aber ich hoffe es. Just in diesen Proportionen hat er nun  beschlossen, dass sein Lieblingsplatz bei Silvia unter unserem Bett ist -  und das geht nur, wenn er sich flach macht und dann bäuchlings darunter  robbt - köstlich.
Neulich  haben wir zum ersten Mal versucht, ihm das Fell zu kürzen: Er stand  geduldig auf dem Gartentisch und ließ unsere Versuche mit wenig  Widerwillen über sich ergehen, uns mit dem Moser-Schergerät durch die  Locken zu fräsen. Die Maschine mühte sich tapfer, aber das Geschick  fehlte uns wohl. Das wilde Wellental konnte schließlich nur dadurch  geglättet werden, dass wir mutig eine Freihandschur ohne Aufsteckkamm  probierten. Wenn ich so die Kommentare zur Pudelschur im Netz lese, dann  bin ich zumindest beruhigt, dass ein Pudel für Mensch und Maschine  offensichtlich zur großen Herausforderung in diesem Metier gehört. Wir  werden weiter üben und Filou wird noch eine Weile lustig aussehen, bis  wir ihn in die gewünschte 16er- oder 19er-Prachtlockenform gebracht  haben.

Herzlichst aus dem jetzt nasskalten Schwaben, Christoph & Familie
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Filou mit fast viereinhalb Jahren



    



    
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