Bonnies Blog - Dreampudel

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Bonnies Blog

Mai, oh Mai !!


Liebe Tante Gabi,

 
der Mai ist gekommen und ich musste mich leider von meinem Freund  Rudi trennen, weil der meiner Schwesta Emmi an den Hintern gegangen  ist!! Und dass am ersten Mai wo ich auch noch direkt daneben stand! Rudi  ist der kleine Harlekinmann, der immer durch den Zaun mit mir  rummacht....aber wahrscheinlich tut er das auch mit allen anderen  Hündinnen aus der Nachbarschaft. Einen Maibaum habe ich jedenfalls nicht  bekommen und das ist immer ein schlechtes Zeichen. Dabei hatte ich mich  eigentlich so auf den Tanz in den Mai gefreut: ein Schofför aus einem  anderen Haushalt und ein Pudel unter vierzehn....genau! Mit Feuer und  Maibowle und ganz viel Romantik. Zu Emmis Ehrenrettung muss man sagen,  dass sie den Rudi ja nicht von sich aus angemacht hat und eigentlich  auch immer weggehen wollte - nur konnte dieser Wüstling die Nase nicht  von ihr lassen und sie mussten ihn von ihr wegzerren....hmpf.

 
 
Damit wir überhaupt in den Mai tanzen durften, haben Emmi und ich  unsere Leute und Personal zum Impfen angemeldet. Wir haben denen gesagt,  dass sie ja sonst auch immer schnell mit dem Impfbuch bei der Hand  sind, wenn es um Tollwut, Zwingerhusten und Leptospirose geht -  besonders bevor wir nach Italien mitfahren müssen. Von Wurmkuren und  Spot Ons mal ganz zu schweigen. Wer seinen Hund impft kann sich auch  selbst die Nadel in den Arm rammen lassen haben wir gesagt....und die  Leute waren braaaav. Alle leben noch und haben keine Schwimmhäute  zwischen den Fingern bekommen.
 
 
Statt mit dem Rudi ums Feuer bin ich dann mit meiner Schwesta über  die Hügel und Felder der Hocheifel getanzt...denn seien wir doch mal  ehrlich, Tante Gabi: die Männer kommen und gehen, aber seine Schwesta  hat man ja noch sein Leben lang! Und Blut ist dicker als Wasser oder so  ähnlich.


    



   
 
 
Und so schicke ich heute Familien-Grüße von Emmi mit Schofför, Frau und Mann und mir den Rhein hinunter!!!

Deine Bonnie-Maus
   

    



Bonnie schickt Grüße an die neuen Erdenbürger :-)








Kraaaiiiisch!!!!










Liebe Tante Gabi,

herzlichen Glückwunsch zur Geburt von (jetzt pass auf!!!): Norbert, Notker, Nothburga, Nortrud und Nina-Gwendolyn!!!

Ich hab mir mit der Namensauswahl wie immer sehr viel Mühe gegeben - bis Schwesta Emmi dann behauptet hat, dass sie am Ende eh alle Neinkommrausda, Neingehdawegjetzt und Neinhierherabersofort heissen. Oder Nadukleinerschatz. Na gut!

Jedenfalls wünsche ich den Neuankömmlingen (Du weisst ja....Regenbogen und so weiter, zwinker, zwinker) ein Leben voller Spass und Mauselöcher!!

Herzallerliebste Grüsse

Deine Bonniemaus




Häppi Börsday
oder schwubs sind wir sechs Jahre alt

Liebe Tante Gabi,
 
heute  ist mein sechster Geburtstag und Du hast schon heute Morgen an mich  gedacht, das ist voll süß von Dir und ich habe mich total gefreut!!!
 
Ich  durfte mir genau einen Gast aus einem anderen Haushalt für meine  rauschende Party einladen – das war dann meine Schwesta Emmi. Weil  Personal nicht zählt, hat sie ihren Schofför mitgebracht. Der musste  allerdings vorher zehn Tage in Karawanträne und meine Leute auch.
 
Ich habe mir ein ausgeklügeltes Hygienekonzept ausgedacht, alle außer mir mussten vorher baden und geküsst wird auch nicht!
 
Wir  haben gestern reingefeiert und von Dü gegessen, Emaus und ich haben  Filet bekommen bis wir umgefallen sind. Deshalb mussten wir auch heute  unbedingt viel Bewegung haben und sind in die Eifel in den Schnee  gefahren. Emmi fand den nassen Pappschnee eher so semi, aber ich hatte  die Party meines Lebens – was sind schon sechs Jahre unter Pudeln??
 
Emmi  und ich hoffen, all unsere anderen Geschwister hatten auch einen  schönen Geburtstag und es geht allen Pudeln und ihren Leuten gut! Von  meinen Leuten, Volker und Simone soll ich auch grüßen und Emmis Schofför  winkt fröhlich in die Runde. Wir wünschen allen Traum-, Glücks- und  Soweiterpudeln ein gutes und vor allen Dingen gesundes neues Jahr 2021!!
 
Alles Liebe aus Bonn den Rhein hinunter!!!
 
Deine Bmaus
    



    



Liebe Tante Gabi,
 
 
Alaaf und Helau aus dem Rheinland!!
 
Woran erkennt man, dass Karneval ist? Daran, dass die Frau mit  irrem Blick durch die Kostümabteilung huscht und dass ich dann einen  komischen Hut aufsetzen muss!! So endet es immer, schon mein ganzes  Leben.
Diesmal war aber nicht nur ich das Opfer, ich durfte Schwesta Emmi  einladen um es mit ihr an Weiberdonnerstag (Achtung:) "mal richtig  krachen zu lassen"! Also Krach hatten wir keinen, obwohl Emmi dann auch  so einen komischen Hut aufsetzen musste und mir hinterher noch mein  Krönchen klauen wollte - die Leute und der Schofför haben sich mächtig  amüsiert, wir nur so semi.
    
 
 
Damit wir uns richtig verstehen, Tante Gabi: keine Bonbons, kein  Popcorn, kein Berliner und keine Sause, alles nur Schmu für ein paar  peinliche Bilder - so siehts aus, das ist die Realität!
         
 
 
Aber morgen ist ja gottseidank Aschermittwoch und schon wieder alles vorbei.....bis Halloween oder so....seufz....
 
 
Deine Bmaus
Hier mal meine Emmi :-)

   




Malerfürstentum Karlsruhe


Liebe Tante Gabi,

Das  meine kleine Schwesta Emmi oft seltsame Ideen hat, habe ich dir ja  schon beim letzten Mal geschrieben. Aber diesmal hat sie wirklich den  Pudel abgeschossen.... beziehungsweise den Schofför!

Du  weißt ja, dass ich eine Weltreisende bin. Seit Du mich vor fast vier  Jahren den Rhein rauf in die Provinz nach Bonn geschickt hast, fahren  sie mit mir durch die Gegend - ob ich will oder nicht. Das liegt auch  daran, dass der Mann ein Künschtler ist und ich ihn immer dahin  begleite, wo er Leuten das Malen beibringt - oder auch mal das  Schlimmste verhindert, je nach dem.


Ich hatte so viele geniale Berufswünsche, wollte mein vielfältiges  Potential entfalten und ausleben. Als Grillmeisterin bei Maredo zum  Beispiel. Oder als Whistleblowerin von hinterm Regenbogen. Ich wollte  Meutehund werden und eine Fuchsjagd anführen oder Wildhüterin in meinem  Königreich in der Voreifel. Stattdessen friste ich mein Dasein nun als  Kunschtkritikerin und Reiseschriftstellerin. Seit Emmi mir dabei gelegentlich Gesellschaft leistet, ist es wenigstens ganz lustig.


Einmal  im Jahr fahren wir nach Bad Reichenhall, wo wir an der Akademie in der  Alten Saline das Schlimmste verhindern...das heißt, wir machen dort ein  Seminar. Und neulich war es wieder soweit. Sie haben mich um vier Uhr  morgens aus dem Bett gezerrt und mich mitsamt Gepäck für mindestens eine  Alpenüberquerung ins Auto gestopft. Bevor ich überhaupt wusste wie mir  geschieht, sind wir auch schon auf der großen Straße nach Süden  gebraust. Unterwegs haben sie sich darüber unterhalten, dass sich doch  noch ganz schön viele Leute kurzfristig angemeldet haben. Da ahnte ich  noch nichts Böses und versuchte das Beste aus der Situation zu machen -  ich träumte von der Jagd auf Gemsen und Steinböcke...Naturschutz, na  gut, dann eben wenigstens Alpenmäuse.

Montagmorgen  fuhren wir pünktlich bei der Alten Saline vor. Ich wollte grade aus  meinem Reisebettchen hüpfen, da kam ein gelbes Geschoss auf den  Parkplatz gebrettert, so dass die Kieselsteinchen nur so flogen....  „Huuuhuuu Schwestaaaaaa......“ höre ich es quietschen, als ein mir nur  allzu bekannter Tourbus mit angezogener Handbremse um den Brunnen  schlingert und dann mit einer Vollbremsung direkt vor dem Haupteingang  zum Stehen kommt. Aus dem Beifahrerfester hängt wild gestikulierend  meine Schwesta Emmi. Hinterm Steuer - na wer wohl? Ihr Schofför. Uns  allen dreien fällt die Kinnlade runter, erst dem Mann, dann der Frau,  dann mir: Was hat sie denn nun schon wieder ausgeheckt??
 
Grade  frage ich mich, warum der Tourbus irgendwie Schlagseite hat, da geht  auch schon die Schiebetür auf und Emmi springt mir freudestrahlend  entgegen. Und da sehe ich es: Der Tourbus ist bis unters Dach mit  Leinwänden, Farben und Pinseln vollgestopft!
 
 
Ohwei, ohwei, ohwei!

 
 
Du  darfst es nicht weitersagen, Tante Gabi, aber der Schofför ist eine  multiple Persönlichkeit. So wie Doktor Jekyll und Mister Hyde. Nur dass  in ihm noch sehr viel mehr steckt: Schofför, Frisör, Inschenör, Gärtna  und Hundeträna. So kommt Emmi auf einen ganzen Stab an Personal, während  ich mich hier mit meinen zwei mickrigen Handlangern begnügen muss. Aber  sie ist halt auch ein Rockstar, da gelten andere Dimensionen.  Allerdings läuft es mit ihrer Karriere auch nicht mehr so, sie tingelt  ein bisschen durch die Fußgängerzonen und Einkaufszentren - wenn du  weißt was ich meine.
 
 
Aus diesem Grund hat sie sich nun in den Kopf gesetzt, dass der Schofför  auch endlich mal Geld verdienen soll. Sie glaubt, dass in ihm ein  Päintör, also ein Maler stecken könnte und den soll MEIN Künschtla jetzt  für sie wecken. Deshalb hat sie den Schofför kurzerhand und vor allen  Dingen heimlich zum Seminar angemeldet. Ein Malerfürst soll er werden  und sie will seine Muse sein.
 
 

Ohwei, ohwei, ohwei!!!
 
 
Der arme Schofför, denke ich so bei mir, als er voll motiviert sein  Material die Treppe rauf schleppt und meine Schwesta mich in ihre  hochfliegenden Pläne einweiht. So möcht ich meine Leute auch mal im  Griff haben.... Aber auch ich kriege Verhaltensregeln: ich darf den  Schofför nicht kritisieren, sagt Emmi, weil der zart besaitet und  empfindlich ist. Positive Verstärkung soll den Paintör zum Vorschein  bringen - so lautet ihre ausgefeilte Strategie. Also muss ich mich mit  meiner Kunschtkritik zurückhalten. Außerdem soll ich so nebenbei die ein  oder andere Bemerkung zur Karlsruher Kunstszene in meinen Block mit  einfließen lassen und dabei helfen, den Schofför ganz groß  rauszubringen.
 
 
Ich  frage mich wieviel davon der hoffnungsvolle Kunschtstudent eigentlich  weiß. Jedenfalls scheint er immer noch zu glauben, dass er nur für sich  und auch nur zum Spaß den Pinsel schwingt. Der Ahnungslose.

 
 
Das  Verhängnis nimmt seinen Lauf und schon die Motivauswahl gestaltet sich  schwierig. Schwesta Emmi ist nämlich ziemlich eitel. Der Hintern darf  nicht zu dick aussehen, die Nase nicht zu groß und das Kreuz nicht zu  breit. Lieber noch ein bisschen mehr im Profil und so, dass es ihrer  Linie schmeichelt. Du lieber Himmel! Irgendwann wird es dem Künschler zu  bunt (ha, ha, kleiner Sprachwitz!). Er drückt dem Schofför ein Foto von  Emmi im Wald in die Hand und sagt ihm, er soll die Leinwand jetzt mal  richtig attackieren. Emmi legt sich gleich hinter ihn auf den Boden,  erstens um genau auf ihre Proportionen aufzupassen und zweitens, damit  er nicht abhauen kann. Ich lege mich daneben und schließe die Augen,  weil ich plötzlich große Angst habe.
    
 
 
Als ich sie nach einer ganzen Weile vorsichtig wieder öffne lege ich die  Ohren an: der Schofför attackiert munter die Leinwand, wie es ihm der Künschtler gesagt hat. Und er macht das richtig gut! Also kein Witz jetzt, Tante Gabi, ganz großes Kino!
 
 
Als  professionelle Kunschtkritikerin habe ich natürlich mein eigenes Bewertungsschema: es gibt Bilder die sind Kaki, es gibt Bilder die sind voll Kaki und es gibt welche die sind einfach unglaublich Kaki. Und dann gibt es solche die sind toll, andere sind voll toll und nur sehr wenige  sind erste Sahne.
    
 
 
Und  jetzt kommts: ich bin mir ziemlich sicher, dass es uns gelungen ist  tatsächlich den Paintör im Schofför zu wecken! Das erste Bild ist  wirklich toll. Das zweite ist voll toll, das muss selbst ich zugeben. Das dritte aber ist erste Sahne....allein die Linienführung und der expressionistische Stilbruch....also die Sache läuft!

          

Ich  bring den Schofför alias Paintör ganz groß raus: wir rufen Karlsruhe zum Malerfürstentum aus - als neuen Hotspot der zeitgenössischen  Pudelmalerei!
 

 
Emmi ist voll im Glück! Zur Feier des Tages spendiere ich ihr ein fesches bayerisches Halstuch – als Muse kann sie jetzt nicht mehr alle Tage mit ihrem verwaschenen Fünf-Euro-Chihuahua-Halsband rumlaufen. Auf den Pressefotos posieren wir im Partnerlook und gucken süß, weil süßguckende Hunde super für die Verkaufszahlen sind. Und weil wir das am besten können. Und die schicke ich Dir jetzt, Tante Gabi, damit Du siehst, dass  doch noch was ganz Anständiges aus uns geworden ist! Und ich bin sicher, dass es nicht die letzten sind…..

 
 
Grüße und Küsse den Rhein hinunter!
 
 
Deine Bmaus
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